KEINE ANGST

 

                                                                                                     


......HIER EIN BERICHT......                                                                              


ZWÄNGE UND PHOBIEN  Irgendeinen Tick hat fast jeder . Oder etwas ,  vor dem er sich fürchtet . 

Problematisch wird es , wenn diese Dinge einen nicht mehr loslassen und das ganze Leben bestimmen .

Was kann dann helfen ?  Früher glaubte man , das  "normale"  Menschen überhaupt nichts Zwanghaftes hätten .

Das stimmt nicht . Jeder der schon mal auf dem Gehweg versucht hat , nicht auf den
" Rillen "  zu laufen , oder an bestimmten Tagen im Büro immer eine bestimmte
Hose anzuziehen , handelt in gewisser Weise zwanghaft . Interessanterweise denkt aber jeder ,
davon frei und nicht beeinflussbar zu sein . Solange sich der  " Zwang "  jedoch in diesem
Rahmen bewegt ,  ist er aber , im Gegensatz zu einer echten Zwangstörung ,
keineswegs behandlungsbedürftig ."

Ja , die einen sind überpünktlich , die anderen achten peinlich genau auf
Sauberkeit , wieder andere sammeln einfach alles , was sie in die Finger kriegen .
Da zieht jemand zu wichtigen Besprechungen und Terminen immer nur diese ganz bestimmte
Krawatte an , ein anderer bringt mit seinem Ordnungsfimmel die Partnerin auf die
Palme und kann es noch nicht einmal mit ansehen , wenn eine Zeitschrift offen herumliegt : 
Fast jeder Mensch hat irgendeinen kleinen Tick - und jeder hat so seine Eigenheiten ,
die andere nicht immer ganz nachvollziehen können .
Manchmal ist ein solcher Tick derart ausgeprägt , dass sich der
Betroffene regelrecht zwanghaft verhält . Nicht nur er selbst , auch seine
Umwelt fragt sich dann : Ist das wirklich nur noch ein harmloser Tick - oder doch schon ein
Zwang , der ärztlich behandelt werden sollte ? 

                                                       
DIE ÜBERGÄNGE SIND FLIESSEND                            
       


Bezeichnet für eine Zwangstörung sind Gedanken , Impulse oder Handlungen , die sich ständig wiederholen .
Sie drängen sich einfach auf , der Betroffene kann sie nicht vermeiden . Auch wenn er das gerne täte ,
denn er empfindet sie selbst als unsinnig und beschämend . Einer der Hauptgründe übrigens , warum sich viele der
Menschen , die unter Zwangsstörungen leiden , nicht oder erst sehr spät in ärztliche Behandlung begeben .
Menschen die von krankhaften Zwängen beherrscht werden , leben mehr und mehr isoliert , ein normaler
Tagesablauf ist für sie - wenn überhaupt - nur noch schwer aufrecht zu erhalten . Mittbetroffen sind fast immer auch die
Familienangehörigen , die sich den zwanghaften Ritualen ebenfalls anpassen müssen .
Eine Psychotherapie ist in solchen Fällen unerlässlich . Mit Hilfe des Therapeuten kann der Betroffene lernen , mit den zwanghaften
Gedanken , Impulsen oder Handlungen umzugehen und gegen seine Ängste anzugehen . Denn hinter den meisten Zwangsstörungen liegen
Ängste verborgen , die durch bestimmte Rituale oder Handlungen für den Moment abgebaut werden .
Die Zwangsstörungen erfüllen also die Funktionen der Beruhigung , indem sie helfen , bestimmte Situationen zu vermeiden , negative
Gefühle wie Spannungen , Ängste und Ekel abzubauen . Der Betroffene nutzt seinen Zwang unbewusst als eine Art Verhaltenstherapie ,
um sich von einer unerträglichen Situation abzulenken . So glaubt beispielsweise ein Patient , der unter Waschzwang leidet , eine schlimme
Krankheit zu bekommen ,  wenn er sich nicht permanent die Hände wäscht . Oder der Kontrollzwänger lebt in der ständigen Angst , die
Wohnung könnte in die Luft fliegen und kontrolliert deshalb wieder und wieder den Herd und alle anderen Geräte . Gibt der Betroffene seinem Zwang nicht nach , steigern sich die Ängste ins Unerträgliche . 
   

                                                                                                      
VERSCHIEDENE URSACHEN SIND MÖGLICH                               


Den meisten ist bewusst , dass ihre Rituale unnötig sind , und sie versuchen sie zu unterdrücken . Dadurch wird allerdings die Angst nur noch versterkt .
Noch immer konnte niemand der genauen Ursachen von Zwängen auf die Spur kommen . Man geht aber davon aus , dass verschiedene Faktoren bei ihrer
Entstehung eine Rolle spielen . Sowohl erbliche Vorbelastung als auch Störungen in der seelischen Entwicklung können spätere Zwangsstörungen begünstigen .
Kommen dann noch einschneidene Erlebnisse hinzu , beispielsweise eine Scheidung , ein Unfall oder Umzug , können diese zu Ängsten , Aggressionen oder
Depressionen führen . Es folgt die Flucht in den Zwang . Erst wenn diese - tiefer liegenden - Probleme bearbeitet sind , werden die
Zwangsstörungen überflüssig und der Patient kann sie einfach unterlassen ohne Angst zu bekommen . Zwänge sind also in den meisten Fällen ein
Mittel , bestimmten Ängsten zu begegnen . Angst muss aber nicht automatisch zu einer bestimmten Zwangshandlung führen . 

                                                
HILFLOS VOR ANGST                          


So gibt es eine Reihe von so genannten Phobien , Ängsten . Stehen sie vor einer Angstsituation , fühlen sie sich einer Panikattacke hilflos ausgesetzt : Sie werden von der Angst überfallen ,
verrückt zu werden , ausgeliefert zu sein oder etwas Unkontrolliertes zu tun  . Herzrasen , Atemnot , Schwindel , Herzschmerzen und ein Engegefühl in der
Brust quälen die Bertoffenen oftmals zusätzlich und steigern ihre Panik noch weiter . Die bekanntesten Angstvarianten sind Klaustrophobie - die
Angst vor geschlossenen Räumen - , Agoraphobie - Angst vor öffentlichen Plätzen - oder die Sozialphobie . Darunter versteht man die Angst , mit anderen
Menschen zu reden oder überhaupt unter Leute zu gehen . Jede Ausrede ist gut genug , um einem Termin mit dem Vorgesetzten oder einer Besprechung mit
Kollegen aus dem Weg zu gehen . Jedes Ereignis wird dabei auf das eigene Selbst bezogen , beispielsweise die schlechte Laune des
Nachbarn oder eine flapsige Bemerkung des Kollegen . Der Betroffene glaubt , alles falsch zu machen und zieht sich immer mehr zurück . 
  

                                                                                                    
VERSTECKT IN DER ANONYMITÄT                                              

Von dieser Angst sind viele Menschen vor allem Frauen , betroffen .  Die Folge sind im Extremfall Einsamkeit und schließlich völlige Isolation .
Vor allem in der Anonymität von Großstädten fallen Sozialphobiker kaum auf . Kritisch sind besonders Übergangssituationen , etwa ein
Berufswechsel oder der Umzug in eine andere Stadt . Häufig steigern sich die Ängste auch zur so genannten Phobophobie , der Angst vor der Angst .
Das bedeutet , dass der Betroffene allein schon vor dem nächsten Angstanfall Angst hat und sich seine Panik nicht mehr nur auf die ursprünglich
Furcht einflößende Situation bezieht . Doch niemand muss Zeit seines Lebens eine solche Angst mit sich herumtragen . Wichtig ist ,
dass sie erst einmal erkannt und dann mit einer Psychotherapie angegangen wird . Häufig werden in der Behandlung verhaltenstherapeutische
Techniken eingesetzt . Dabei werden die Furcht einflößenden Situationen zunächst in Gedanken durchgespielt . Gleichzeitig lernen die
Patienten , sich geziehlt zu entspannen , so etwa mit Autogenem Training . Erst wenn die Angst im Kopf bewältigt ist , werden die Betroffenen mit konkreten , für sie kritischen Situationen konfrontiert . Bei rund 80 Prozent der Phobiker können Ängste durch eine solche Therapie korigiert und verlernt werden .
                                                     

                                                
THERAPIE                           


HEILUNG IST MÖGLICH

Mindestens 70 Prozent aller Zwangskranken können geheilt werden -
im Rahmen einer Therapie , die , ähnlich der Therapie bei Phobien ,
in drei Stufen abläuft . Der Patient wird erst gedanklich ,
später tatsächlich mit den Situationen konfrontiert , vor denen er 
Angst hat . Auch Partner und Familienangehörige werden in diesen
Prozess mit einbezogen . Die Kosten für eine
Verhaltenstherapie werden von den Krankenkassen übernommen ,
wenn sie von einem anerkannten ärztlichen oder psychologischen
Psychotherapeuten durchgeführt wird .


                                                                               

 

                                                                                               

 

                                                                                               

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